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Funkbetrieb bei DL1YFF

Von zuhause aus mache ich im wesentlichen Kurzwelle. UKW benutze ich nur, um an das Packet-Radionetz zu kommen und mal im DX-Cluster nachzuschauen.
Außer meinem eigenen Rufzeichen bin ich noch für folgende weitere Stationen zuständig:
DLØUBI - Clubstation Universität Bielefeld. Vor Jahren gab es dort im Uni-Gebäde eine Funkstation, die jedoch aus Platzgründen aufgegeben werden mußte. Nachdem wir einen Teil des Hofes Hallau als Clubheim des Ortsverbandes Bielefeld für Funkbetrieb und Ausbildung benutzen können, befindet sich auch die Uni-Clubstation dort. Allen Studenten der Uni Bielefeld/FH Bielefeld mit Amateurfunklizenz haben Gelegenheit, von dort aus Funkbetrieb zu machen. Wir führen bei Bedarf auch Lehrgänge zur Erlangung der Amateurfunklizenz (offizieller Name Genehmigung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst) für Studenten durch.

DM4A - Kontestrufzeichen für unseren Ortsverband Bielefeld. Das Rufzeichen wird von mir verwaltet.

Dort habe ich eine ganz normale Kurzwellenstation mit einem Versatower 60 im Garten. Darauf befindet sich ein Yagi TH7-DX für 10, 15 und 20 Meter. Etwas höher habe ich noch eine UFB32 für 17 und 12 Meter installiert. Zwischen Shack und Antenne liegen etwa 50 Meter Koaxkabel sowie die Steuerleitung für den Rotor. Den Mast kann ich mit einer 12V-Elektrowinsch aus- und einfahren. Dazu zwei Photos:



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Versatower mit Antennen


warn - 66579 Bytes
Montage der Winsch

Die Antennen sind auf einem Versa-Tower, den ich mit einer Elektrowinde aus- und einfahren kann. So eine Elektrowinde (12 Volt) ist wirklich hilfreich. Man wird ja nicht jünger. Schluß mit Kurbeln. 65 Sekunden braucht es jetzt nur noch, um dan Mast vollständig auszufahren. Eigentlich ist das eine Winde für Geländewagen, aber man kann sie auch zweckentfremden.
Weiterhin habe ich einen in voller Länge ausgespannten 2x20m-Dipol mit Hühnerleiter, um die langen Bänder zu bedienen. Dazu gibt es einen Koppler von DL3KCH, an dem ich selber mitgebaut habe (die Spulen gewickelt). Hier ein paar Bilder:
koppler_1.jpg - 58918 Bytes koppler_3.jpg - 70447 Bytes
Der Koppler wurde 50mal gefertigt. Mit einer ganz "normalen" Station und der in DL erlaubten Leistung kann man ihn in allen Betriebsarten problemlos betreiben.
Als Betriebsarten nutze ich SSB, CW und RTTY. In CW arbeite ich mich zur Zeit wieder ein, da ich es längere Zeit nicht gepflegt habe. Leider habe ich momentan nicht die Zeit, um noch mehr Betrieb zu machen. Aber so an die 50 QSO's kriege ich im Monat hin.

DXCC-Award: Inzwischen habe ich mehr als 320 Länder (entities) bestätigt. Dietzten waren 3Y0, KH7K, VU4 und VU7. Aber jetzt wird es schwierig, denn je höher man kommt, desto dünner wird die Luft. Mal sehen, wie lange der Rest dauert. Jedenfalls sieht mein Länderstand wie folgt aus (Stand April 2007):

Band 160m 80m 40m 20m 15m 10m 30m 17m 12m
mixed 40 70 103 259 226 237 26 131 101
300 SSB 249 CW 200 RTTY

Weiterhin versuche ich, die französischen Departements zu sammeln. Da fehlen mir nur noch ganz wenige.Ich denke, beim REF-Contest (REF = Reseau des Emetteurs Français = der französiche AFu-Club) kriegt man die wohl auch noch.
Interessiert bin ich noch an einem IOTA-Diplom, an den US-Counties, und was sich sonst noch arbeiten läßt. Aber dafür muß ich erstmal alle Karten durchschauen, was da alles vorhanden ist. Da geht es mir wahrscheinlich wie vielen anderen Funkfreunden, die zwar alles haben, aber noch nichts eingereicht. Das ist mal eine Arbeit für lange Winterabende. Oder über DCL?
Als einziges Diplom (außer DXCC 100) habe ich das DIPLOME DES DEPARTEMENTS ET TERRITOIRES d'OUTRE-MER . Wer das haben will, muß so ziemlich alle französischen Überseedepartements und -territorien im Log haben. Ist bis auf die Kerguelen und Neu-Kaledonien gar nicht so schwer. Irgendwann fahre ich da auch noch hin.

DOMTOM -  55021 Bytes

QSL-Karten

Wenn man viel Funkbetrieb macht, braucht man auch viele QSL-Karten. Und da ich keine Lust hatte jahrelang immer nur dasselbe Kartenmotiv zu verwenden, setzte ich mich hin und komponierte im Laufe der Zeit verschiedene Karten. Dazu kamen natürlich auch die Karten von DXpeditionen und anderen Reisen. Ich habe alle Karten zusammengestellt, und wer sie mal sehen will, sollte einfach mal auf QSL-Galerie klicken. Da habe ich sowohl meine eigenen Karten der letzten Jahre als auch die Karten eigener Reisen sowie derjenigen Aktivitäten zusammengestellt, an denen ich teilnehmen konnte.
Noch etwas zu QSL-Karten: ich beantworte jede Karte, die entweder über unseren DARC-QSL-Service kommt oder direkt geschickt wird. Das letztere aber nur mit ausreichendem Rückporto.
Zum Thema Rückläufer gibt es an anderer Stelle einen Kommentar.

Ab und zu kommt auch ein Contest-Diplom. So etwas zum Beispiel:
cqwwry00.jpg - 141644 Bytes

Auch wenn die Ergebnisse von zuhause nicht immer die schlechtesten sind, kann Contest vom eigenen Standort aber etwas mühsam werden, weil man im Grunde doch immer wieder aus verschiedensten Anlässen gestört wird. Als Punktelieferant fü andere Conteststationen ist aber auch nicht immer schlecht. Auf die ist man nämlich angewiesen, wenn man richtig Contest fahren will, so mit etlichen Antennen, nur die besten Transceiver samt Endstufen, und perfektes Computernetzwerk.
Ich war mehrere Male im Team von CT9L auf Madeira anläßlich des CQWW in SSB, wobei wir jedesmal ein gutes Ergebnis einfahren konnten. Im CQWW-Phone 2005 schafften wir den 1. Platz in der Multi-2-Klasse. Die Vorbereitungen für einen solchen Contest sind aber nicht unerheblich.

ct9l_team05.jpg - 207028 Bytes
CT9L-Team for CQWW-SSB 2005 on Madeira Isl.
(from left) DJ6QT, DK3DM, DK5QN, IK2QEI, DF8AE, DL1YD, SV8CS, DL1YFF, DJ8OG, DL1QW, DL8OBQ, DB7QJ
Oder man macht mal wieder eine DXpedition, wie hier meine letzte (siehe QSL-Karte). xf4_qslcard.jpg - 146378 Bytes
transpixel.gif - 43 Bytes

Aber ...
... wenn man funken und mehr als die 10Watt EIRP machen will, dann hat der Gesetzgeber ein paar Gesetzeshürden aufgebaut, die man nicht einfach ignorieren sollte. Denn das kann auch teuer werden, wenn man erwischt wird.
Wie dem auch sei: ich hatte mich seinerzeit Ende des Jahres 2002 hingesetzt und mit dem DARC-Watt-Programm meine Anzeige einer ortsfesten Amateurfunkanlage nach der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV, § 9), wie das in bestem Amtsdeutsch so heißt, angefertigt. Dazu hatte ich ein paar schöne Zeichnungen geliefert und alles zusammen bei der RegTP in Detmold persönlich abgeliefert. Aber nach etwa 3 1/2 Jahren kamen die Sachen aus Münster von der Außenstelle der inzwischen in BNetzA (Bundesnetzagentur) umbenannten Behörde zurück.
Naja, es waren imgrunde nur Kleinigkeiten, die geändert werden sollten. Was ich aber doch als positiv ansehe, auch wenn man nicht gerade glücklich darüber ist, wieder Arbeit zu haben, war der Umstand, daß es auf den zurückgesandten Papieren Verbesserungsvorschläge gab, wie man das alles wasserfest erstellen könnte. Der Sachbearbeiter telefoniert auch, glaube ich, mit den Leuten und gibt ihnen Tips, wie sie ihre Erklärung in die richtige Form bringen können. Das fand ich ja wirklich gut. Also setzte ich mich wieder hin und arbeitete den Kram nochmal durch. An den Werten hatte sich nichts geändert, aber die Zeichnungen konnte ich besser machen.
Und wie diese Zeichnungen für meine Station aussehen, das kann man hier nachschauen.

 

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© DL1YFF Last revision 26.10.2007